Freitag, 5. Juli 2013

Aufspielen des Images auf SD-Karte (Linux / OS X / Windows)

Egal, was wir mit dem Pi vorhaben, als erstes muss die SD-Karte vorbereiten, das heißt, ein passendes Image besorgen und auf die SD-Karte installieren. Schauen wir uns also an, wie dies funktioniert.

Zunächst müssen wir die passende Linux-Distribution herunterladen. Alles, was wir im Zuge unseres Projekts benötigen, sind zwei Distributionen: Raspbmc ("Network image") für unseren HTPi, und Raspbian ("wheezy" via Torrent oder direkt) für alle anderen Anwendungsfälle.

Es folgen Erklärungen, wie die Installation unter Linux, Windows oder Mac OS X durchzuführen ist.


Wie im folgenden beschrieben können wir auch schon vor dem Erwerb des ersten Raspberry Pis die SD-Karten vorbereiten. Wir benötigen also mindestens eine Installation von Raspbmc, und eine von Raspbian.

Installation unter Linux

Nach dem Download wird die Datei entpackt. Der Einfachheit halber entpacken wir sie im Downloads-Verzeichnis. Nun legen wir die SD-Karte ein, also entweder in den eingebauten oder einen externen Kartenleser. Bevor wir fortfahren, müssen wir nun ermitteln, als was die SD-Karte eingebunden ist:
sudo fdisk -l
Dieser Befehl listet alle vorhandenen Laufwerke auf, also auch die im Rechner befindlichen Festplatten. Die SD-Karte finden wir am einfachsten über die Größenangabe. Vermutlich handelt es sich um das letzte als /dev/sdX betitelte Laufwerk, wobei X der Buchstabe abhängig von der Anzahl ansonsten vorhandener Festplatten ist (ergo: ist eine Festplatte im System (/dev/sda), wäre die SD-Karte als /dev/sdb bezeichnet; sind zwei Platten vorhanden (/dev/sda und /dev/sdb) wäre die SD-Karte /dev/sdc). Es ist aber auch möglich, dass die SD-Karte als /dev/mmcblkX (mit X in diesem Fall vermutlich gleich a) benannt ist.
Nun wechseln wir in das Verzeichnis mit dem entpackten Image:
cd Downloads
Jetzt wird es gefährlich. Der folgende Befehl, mit den falschen Parametern ausgeführt, kann das System, an dem Du gerade arbeitest, beschädigen. Also lieber drei Mal überprüfen, bevor der Befehl ausgeführt wird! Und so sieht er aus:
sudo dd if=[IMG.img] of=/dev/[SD-Karte] bs=2M
[IMG.img] betitelt den Namen der heruntergeladenen Image-Datei, also beispielsweise “2013-05-25-wheezy-raspbian.img” (das Datum betitelt hierbei den Zeitpunkt, an dem das Image ursprünglich bereit gestellt wurde, und “Wheezy” bezeichnet den Namen der verwendeten Debian-Version) für Raspbian, oder "installer.img" für Raspbmc.
[SD-Karte] muss durch den oben mittels “fdisk” ermittelten Ort der SD-Karte ersetzt werden, also beispielsweise /dev/sdc. Und das ist der gefährliche Teil. Wer hier aus Versehen eine lokale Platte auswählt, überschreibt diese!

Installation unter Windows

Wie üblich ist Windows, auf sich allein gestellt, eher unzureichend. Wir benötigen ein weiteres Programm, um das Image auf die SD-Karte zu bringen, beispielsweise Image Writer.

Von dort laden wir über “External downloads” die ZIP-Datei mit dem Programm herunter und entpacken dieses anschließend. Dann legen wir die SD-Karte ein und starten die EXE von “Image Writer”. Im Programm wählen wir das heruntergeladene und entpackte Image, welches wir auf die SD-Karte bringen wollen, und anschließend bestimmen wir die SD-Karte als Ziel. Dann wird mittels “Write” das Image auf die SD-Karte gebracht.

Installation unter OS X

Unter OS X kann wie bei Linux die Kommandozeile benutzt werden, und das Vorgehen ist analog zum oben beschriebenen. Statt “fdisk -l” benutzen wir jedoch
diskutil list
um die SD-Karte zu lokalisieren. Der Name der SD-Karte unter OS X wird auf “/dev/diskX” lauten, wobei “X” ein Buchstabe sein wird.
Da die Karte vermutlich automatisch eingebunden wurde, müssen wir diese zunächst wieder entfernen:
diskutil unmountdisk [SDKarte]
wobei [SDKarte] durch den herausgefundenen Namen der SD-Karte ersetzt wird. Dann wechseln wir (mittels “cd”) in das Verzeichnis, in dem sich das entpackte Image befindet. Der eigentliche Befehl zum Übertragen des Images ist der gleiche wie bei Linux:
sudo dd if=[IMG.img] of=/dev/[SD-Karte] bs=2M
Wie unter Linux ist hier mit Bedacht vorzugehen, denn wer statt der SD-Karte eine lokale Festplatte als Ziel auswählt, zerschießt sich vermutlich gleich das ganze System, verliert aber mindestens Daten.

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